Steuerwesen für Immobilienbesitz in Deutschland

Wie funktioniert das Steuerwesen für Immobilienbesitz in Deutschland?

Die deutsche Immobiliensteuer ist der französischen zwar recht ähnlich, aber es gibt doch einige bedeutende Differenzen. Im folgenden werden einige Unterschiede, die die Besteuerung in Deutschland betreffen, vorgestellt.

Wie wird die Steuer berechnet?

Die Grundsteuer ist eine lokale Steuer, die allein auf die Grundstücksfläche bezogen wird, nicht aber auf die Bebauung oder Nutzung (bebaute oder unbebaute Fläche, kommerzielle oder landwirtschaftliche Nutzung usw.)
Als Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer in Deutschland wird der Einheitswert herangezogen. Dieser Steuerwert ergibt sich aus einem Wert, der geringer als der tatsächliche Marktwert des Grundstücks ist und der mit einem Koeffizienten multipliziert wird, der von geografischen Lage des Gebäudes, der Wohnung oder des Hauses abhängt. Dieser Koeffizient liegt üblicherweise zwischen 2,6 % und 6 % in Deutschland West oder 5 % und 10 % in Deutschland Ost.
Durch diese Verfahrensweise kann die Grundsteuer zwischen 320 % und 810% liegen und unterscheidet sich dementsprechend in ihrer Höhe von Kommune zu Kommune. In Gegenden mit vielen frei verfügbaren Grundstücken ist es sogar möglich, einen Nachlass auf die Grundsteuer zu bekommen.

Deklaration von Steuern nach Einkünften

Sobald Einkünfte aus Vermietung deklariert werden, wird ein progressiver Steuersatz angewendet – und zwar unabhängig davon, ob der Eigentümer in Deutschland lebt oder nicht. Dieser kann zwischen 14 % und 45 % aller in Deutschland erzielten Einkünfte liegen und beinhaltet auch 5,5 % Solidaritätssteuer, die für den Wiederaufbau Ostdeutschlands unabhängig von der geografischen Lage der Immobilie erhoben wird.

Kauf und Wiederverkauf

Der Veräußerungsgewinn aus Immobilienverkäufen ist steuerfrei, wenn eine Immobilie zehn oder mehr Jahre im Besitz des Verkäufers gewesen ist. In Frankreich gilt die Steuerfreiheit erst nach 30 Jahren, um die Spekulation mit Immobilien zu begrenzen. Da die Deutschen insgesamt weniger Immobilieneigentum besitzen als die Franzosen, wurde der Zeitraum verkürzt, um den trägen deutschen Immobilienmarkt wiederzubeleben und ausländische Investoren – insbesondere in großen Städten wie Berlin – anzulocken.
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